Der Künstler

Apache bleibt gleich – und deshalb anders als der Rest.

Keiner ist wie Apache 207, der Gangster, der ab und an sein Tanzbein schwingt. Dieser Zwei-Meter-Hüne mit White-Tee im Hosenbund und wehender Mähne. Irgendwie Rapper, irgendwie Rockstar, der in Second Hand und mit Lennon-Brille die 90er zurückbringt und trotzdem nicht von Gestern ist. Der 23-jährige hat den Look, aber auch die Aura. Er hat die Hits, aber auch die Songs. Er hat die Vision, aber auch die Zurückhaltung. Er hat die Selbstironie, aber auch das Selbstverständnis, nicht sich, sondern seine Musik für sich sprechen zu lassen. Frag die Jungs in den tiefergelegten Oberklasse-Limousinen, frag die Kunsthochschulabsolventen, frag die Kids am Block in den Nikes: Apache bleibt gleich – und genau deshalb doch anders als der Rest.

Das fängt schon bei der Stimme an: Markant, fast schon theatralisch in Intonation und Dynamik mit einer Melodieführung fernab tagesaktueller Trends. Mit der Musik geht es weiter: Rap und R’n’B, Pop und Disco, Zeitgeist und Retro. Mag sein, dass sich von all dem Einflüsse in den Songs finden. Aber wer nur versucht, in seiner Kunst etwas zu sein, das schon existiert, der wird irgendwann immer an Grenzen stoßen. Grenzen, die Apache 207 von Anfang an konsequent durchbrochen hat. Kein krampfhafter Gegenentwurf, sondern einfach Gefühle, denen es zu folgen gilt – außerhalb jedes Wettbewerbs und fernab jeglicher Konkurrenz. Auch auf seinem Debütalbum.

Schon der Titel macht deutlich, wohin es geht. Von der „Platte“ ins „Treppenhaus“. Eine Etage höher, einerseits. Näher ran, andererseits. Das letzte Jahr ist nicht spurlos an dem jungen Mann aus Ludwigshafen vorbeigegangen. Klar, da sind der nagelneue SL, die unmoralischen Angebote in den DMs, die Millionen auf dem Konto seiner Mutter. Aber eben auch der Druck, die Stimmen im Rücken, die leeren Kippenpackungen und Alkflaschen. Nichts ist mehr so wie es war.

Aber bei all der Melancholie verkommt „Treppenhaus“ dennoch an keiner Stelle zur sentimentalen Innenschau.

„Ich tipp nur das ins iPhone ein, was ich erleb‘“, singt Apache 207 im Song „Fame“. Hier schreibt einer nicht, um etwas darzustellen, sondern um zu verarbeiten. Schreibt, komponiert und singt mit allem, was er hat, um die Gedanken und Gefühle zu sortieren.

Damit man fühlt, was er fühlt.

Eigen in seiner Herangehensweise und eindeutig in seinem Bekenntnis, ohne Kompromisse und mit einer klaren künstlerischen Vision hat Apache 207 die Zeichen der Zeit nicht einfach nur für sich genutzt, sondern zu seinen Gunsten umgedeutet und sich mit seinem einzigartigen Entwurf urbaner deutschsprachiger Musik auf beispiellose Weise über alle anderen erhoben.

Genre: Apache 207.

Bisherige Erfolge

Apache 207 Diamant

1x Diamant

Apache 207 Platin Platte

5x Platin

Apache 207 Gold

14x Gold

Nr. 1 Singles / Alben: 8/1
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